Park, Ji-Hae
Violine

Ji-Hae Park (*1985 in Mainz) erhielt ihren ersten Violinunterricht im Alter von fünf Jahren bei ihrer Mutter. 1998 ging sie als Jungstudentin an das Mainzer Peter-Cornelius-Konservatorium zu Helga Wähdel und wechselte 2000 zu Prof. Ulf Hoelscher an die Staatliche Hochschule für Musik Karlsruhe, bei dem sie 2003 ihr reguläres Musikstudium begann und dies im Frühjahr 2007 mit Auszeichnung abschloss. Anschließend setzte sie ihr Studium mit Ziel Konzertexamen bei ihm fort und studiert außerdem seit dem Wintersemester 2007 bei Prof. Jaime Laredo an der Indiana University Bloomington. Für dieses Studium erhält sie das Gerd Bucerius-Stipendium der Deutschen Stiftung Musikleben. Sie besuchte diverse Meisterkurse, u.a. bei Igor Ozim, Yfrah Neaman, Ulf Hoelscher und Rainer Kussmaul.

Ji-Hae Park hat mehrfach am Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ teilgenommen und konnte sich 2001 und 2002 jeweils einen 1. Preis in der Solo- und Duowertung erspielen. 2002 wurde sie zusätzlich mit dem Kammermusikpreis der Wolfegger Wintermusik ausgezeichnet. 2003 erhielt sie einen 2. Preis und zwei weitere Sonderpreise beim 8. Internationalen Violinwettbewerb „Remember Enescu“ in Rumänien. Im selben Jahr wurde sie mit dem „Pinchas Zuckerman Award“ ausgezeichnet. 2004 gewann Ji-Hae Park zusammen mit ihrer Klavierpartnerin Sae-Nal Kim den Wettbewerb der Friedrich-Jürgen-Sellheim-Stiftung in Hannover, bevor sie von der Kulturstiftung der Dresdner Bank mit dem Johann-Georg-Pisendel-Förderpreis ausgezeichnet wurde. Auch in Korea war sie bei verschiedenen Wettbewerben erfolgreich. 2005 gewann sie ein Stipendium des Internationalen Violinwettbewerbs „Andrea Postacchini“ in Fermo und erspielte sich einen 3. Platz beim Internationalen Kloster Schöntal-Violinwettbewerb der Kulturstiftung Hohenlohe. 2006 war sie beim 13. Internationalen Johannes Brahms Wettbewerb in Pörtschach mit einem 6. Preis erfolgreich.

Ji-Hae war Stipendiatin der Markel-Stiftung der Firma Bosch und der Landessammlung Baden-Württemberg. Sie trat schon mit zahlreichen Orchestern solistisch auf, u.a. mit der Philharmonie Baden-Baden, dem Mainzer Kammerorchester, dem Orchester Nord-Böhmen, dem Kammerorchester St. Michael und der SAP Sinfonietta. Ihre Auftritte führten sie in Deutschland u.a. ins Kurhaus Baden-Baden, ins Rokoko-Theater Schwetzingen, in den Großen Saal der Glocke Bremen und in die Frauenkirche Dresden. Zahlreiche Konzerte im Ausland gab sie in England, Italien, der Schweiz und den USA. 2006 war sie bei einer Konzert-Tournee durch die Kirchen des koreanischen Bundeslandes Jeonlabukdo zu hören. Für diese Saison ist u.a. eine Tournee nach New York, Washington, Los Angeles, Chicago und Seattle sowie nach Japan geplant. Zahlreiche Benefizkonzerte sowie eine Benefiz-CD brachten ihr zahlreiche Auszeichnungen in Korea ein.

Seit 2003 ist Ji-Hae Park mehrfache Preisträgerin des Deutschen Musikinstrumentenfonds in der Deutschen Stiftung Musikleben. Derzeit spielt sie eine Violine von Petrus Guarnerius, Venedig 1730, aus dem Besitz der Bundesrepublik Deutschland.

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